Kaum eine Technologie hat sich seit dem e5-Programmstart 1998 so dynamisch entwickelt wie die Photovoltaik. Damals kostete eine PV-Anlage noch rund zehnmal so viel wie heute, viele Investitionen amortisieren sich jetzt bereits nach wenigen Jahren.
PV-Strom lässt sich zudem vielseitig einsetzen, zum Beispiel zum Laden des Elektrofahrzeuges oder auch zukünftig zum Kühlen der Gebäude. Auf den Vorarlberger Dächern findet man seit Mitte der 2010er Jahre nun deutlich mehr PV-Anlagen.
Diese Entwicklung schlägt sich auch in den Zahlen nieder. Gemäß Landesmonitoring wurde die Stromerzeugung aus Photovoltaik von 8 GWh (2005) auf derzeit rd. 160 GWh (2022) pro Jahr gesteigert. Ziel der Energieautonomie+ sind mind. 330 GWh bis zum Jahr 2030. Mit den aktuellen Zubauraten von ca. 30 GWh pro Jahr ist Vorarlberg derzeit klar auf Kurs dieses Ziel zu erreichen.
Gemeinden mit der höchsten PV-Fläche pro Kopf
Das Ranking der e5-Gemeinden wird vom Großen Walsertal dominiert. Neben dem unangefochtenen Spitzenreiter Blons schaffen es mit Sonntag und Raggal noch zwei weitere Gemeinden der einzigen e5-Region Österreichs in die Top 10.
Auch der Vorderwald ist mit 3 Gemeinden (Sulzberg, Langenegg, Doren) gut vertreten. 7 der 10 Gemeinden sind seit mindestens 20 Jahre e5-Gemeinden, mit Weiler schaffte es aber auch das jüngste Mitglied im e5-Netzwerk auf Anhieb ins Ranking.
Gemeinde |
kWp pro Einwohner*in |
Beitrittsjahr zum
|
Blons | 3,35 | 2001 |
Thüringen | 0,96 | 2002 |
Sonntag | 0,93 | 2001 |
Sulzberg | 0,89 | 2013 |
Raggal | 0,79 | 2001 |
Doren | 0,77 | 2013 |
Ludesch | 0,75 | 1998 |
Langenegg | 0,71 | 1998 |
Zwischenwasser | 0,70 | 1998 |
Weiler | 0,68 | 2022 |
Ausgewählte Vorreiter-Gemeinden in puncto Photovoltaik